Martin D-16 Adirondack 0

Posted on 19, Juni 2013

in Category Akustikgitarre Magazin


Martin D 16 Adirondack/magazin Die Gitarrenbau-Firma Martin hatte unter anderem mit Gitarren der D-15 und D-28 Serie bereits einige Klassiker hervorgebracht, die das Gitarrenherz höher schlugen ließen. Die Marke gehört seit vielen Jahren zum Rolls-Royce der Gitarrenbauer und liefert seit über 175 Jahre beste Qualität und herausragende Innovationen, die nahezu alle Unternehmen geprägt haben und von namenhaften Künstlern, wie Elvis, gern gespielt wurden.

Jetzt will das Unternehmmen die ebenso beliebte 16-er Serie um ein weiteres Dreadnought Modell, die D-16 Adironpack, erweitern. Die Firma Martin versuchte vor allem mit dieser Serie auf kostenintensive Details, wie auf die bekannte Schwalbenschwanz-Verbindungen, zu verzichten ohne dabei dem wertvollen Attribut der berüchtigten Klangentwicklung Einhalt zu gebieten.

Aufbau, Verarbeitung und Optik der Gitarre

Konstruktion und Aufbau der Akustikgitarre sind absolut makellos. Dies war war bei einer Gitarre dieser Marke und dieses Formats aber nicht anders zu erwarten. Beeindruckend ist vor allem, dass keinerlei Leimspuren zu entdecken sind. Hier wurde wirklich sauber gearbeitet. Aufgrund dieser peniblen und sauberen Bauweise trägt die aufwändig und akurat verarbeitete Material sicherlich zum relativ hoehn Preis bei. Aufgrund des Materials und der Bauweise der Decke bekam diese vollmassive Martin D-16 ihren Beinamen Adironback, da Adirondackfichte als Deckenmaterial verwendet wurde.

Martin D 16 Adirondack/magazin Die Besonderheit hierbei: Diese Art Holz, eine Fichtenart, wächst nahezu direkt vor der Haustür des Unternehmens mit Sitz im US Bundesstaat Pennsylvania. Da diese Holzart breite Jahresringe aufweist, wird sie nicht selten mit der minderwertiger Verarbeitung der Sitkafichte schnell verwechselt. Sitkafichte sieht dieser Fichtenart ähnlich, besitzt jedoch engerliegende Jahresringe. Trotz weiterer Ringe sieht die D-16 sehr edel aus. Die Bevorzugung dieser Fichtenart wird vor allem der edlen Klangqualitäten geschuldet, die um ein vieles besser sind, als die der Sitkafichte. Das Holz der Adirondackfichte ist sehr fest und transportiert aufgrund dessen den Schall beim Bespielen der Gitarre schnell und mit gewisser Lautstärke. Der Korpus benutzt, wie soweit üblich, Mahagoni Holz, welches bekanntermaßen gute bis sehr gute Resonanzeigenschaft vorzuweisen hat.

Die Mechnanik, wie Wirbel und Co., besteht typisch aus verkapseltem Chrom.
Der Griff wurde aus Hartholz gefertigt und sorgt daher für die nötige Stabilität auf dem ein Griffbrett aus Ebenholz gebettet ist. Der Steg wurde ebenfalls aus diesem Holz gefertigt

Spielbarkeit und Klangspektrum

Martin D 16 Adirondack/magazin Wo wir gerade bei der Fertigung dieser einzigartigen Gitarre waren, wollen wir auch sogleich zu den spielerischen Auswirkungen dieses Instruments kommen. Angefangen beim Griffbrett fällt erst beim zweiten Blick auf, dass jenes Brett nicht einfach auf die Decke aufgeklebt wurde, sondern dieses vielmehr Bestandteil dieser Einheit ist, da es einlackiert wurde und somit mitschwingt.

Die wie bereirs erwähnt für den Korpus Mahagoni Holz verwendet wurde, ist es neben seinen akustischen Eigenschaften auch sehr gewichtssparend. Das ebenfalls viel verwendete Palisanderholz wäre wesentlich schwerer gewesen, obgleich es ähnliche Klangeigenschaften aufweist.

Die Martin Akustik-Gitarre kommt übrigens mit 20 Bünden auf dem Griffbrett daher.
Sie liegt allgemein sehr gut in der Hand, denn der Hals verläuft zusammenlaufend zum Korpus hin relativ schmal in V-Form und wird dadurch immer spitzer und somit auch bespielbarer, auch für Virtuosen auf ihrem Gebiet. Ein großer Künstler, der dieses Steg-Setup bevorzugt, ist unter anderem Eric Clapton, da es sowohl Halt als auch Spielbarkeit gewährleistet, selbst in den hohen Hohen Lagen des Griffbretts. Lediglich einige Akkord-Griffe, wie den Barré-Griff stellt das Griffbrett vor einige Schwierigkeiten, da die zulaufende Form etwas gewöhnungsbedürftig ist, geübte Spieler fuchsen sich aber hier im nuh hinein.

Der allgemeine Anschlag an diesem Instrument ist relativ Laut für eine unverstärkte Gitarre, das hat das Instrument einmal mehr der Holzwahl zu verdanken. Kurzweilige Zuhörer in Wohung und kleinen Hallen können demnach schnell und aufmerksam in den Spielgenuss dieser Gitarre kommen. Das überwiegende Klangbild dieses Instruments ist subtil basslastig geprägt, worin auch ein wenig Kritik an dieser Gitarre geübt wurde. Dennoch beherrscht die Dreadnought auch knackige Mitten und definierte Höhen. Aufgrund der Form, der Wahl der Hölzer und der Gesamheit der Kompotenten ergänzen sich die Klangcharakteristiken zu einem harmonischen Ganzen, das kaum ein anderes Gitarrenmodell wiederzugeben vermag.

Bei diesem High-End-Modell spielt es keine Rolle, ob man nur Shredden, Schrammeln oder Zupfen möchte, denn die Dreadnought macht alles mit, auch wenn einige Kritiker aufgrund ihrer Erfahrung derlei Instrumente von solchem Format für Schrammeln nicht empfehlen, ist sie durchaus auch mit einem harten Plektrum ohne Gewissensbisse bespielbar. Die Gitarre prädestiniert sich daher als Allrounder, welcher weder seichet Zupfeinlagen verschluckt noch heftige Akkorde nicht anstandslos rüberbringt. Dennoch sollte sich jeder Gitarrist sich der Position und des Werts dieser Gitarre wert sein, denn ein solch akkurates Instrument überträgt jeden Spielfehler direkt.

Auffallend ist vor allem, wie aufgrund der Hölzer selbst Einzelnoten schwerwiegend, satt und fett in der Intonation ausgeführt werden können. Die Gitarre ist daher auch für Blues mehr als geeignet. Da der Hals, wie erwähnt, relativ schmal ist, erlaubt er auch rapides Spielen bis in den Metall Bereich, bei dem auch das Spielen von Obertönen absolut kein Problem darstellen.

Martin D-16 Adirondack – Videos

Folgende Videos mit dieser tollen Gitarre konnten wir auf Youtube finden. Wir hoffen, dass du dir hier ein besseres Bild über die Gitarre machen kannst.

Martin D-16 Adirondack – Das Fazit

Dass das traditionsreiche Unternehmen Martin seit ihrem Anbeginn absolut qualitativ hochwertige Instrumente fertigt, steht inzwischen mehr als außer Frage, dasss aber auch das neueste Modell, die Martin D-16 Dreadnought, einmal mehr beweist, dass sich das Unternehmen nicht auf vergangenen Erfolgen ausruht, beweist die Vielfältigkeit dieses Instruments. Wer den relativ hohen, aber noch erschwinglichen Preis aufbringen kann, bekommt eine Akustik-Gitarre sondersgleichen, mit einem unverkennbaren Duft, der nahezu jeden ernsten Gitarrenzupfer betört, der Wert auf ein schönes Instrument legt. Für den Transport des edlen Instruments wird ein passender Hartschalgenkoffer empfohlen. Ähnlich wie bei der edlen Marke Dean, sind hier aber fast nur passgenaue Transportmodelle verfügbar. Als Vergleich kann die D-35 dienen, ebenfalls eine Western/Akustik-Gitarre, bei der D-16 kommen im Endresultat aber wesentlich definiertere Klänge heraus, als beider der bassintensiven D-35.

Akustik-Kennern wird vor allem der wuchtige, untypische prägnante Klang des Instruments auffallen, den man so nicht erwarten würde. Neben dem bereits erwähnten auffälligen Duft ergeben die ausgesuchte Kombination an Hölzern ein einzigartiges, vielfältiges Instrument, welches neben seiner zugeschnittenen, optimierten Optik mit wuchtigem, überraschend vielfätigen Klang mehr als auftrumpft und sich als äußerst vielseitig zeigt. Trotz des Verzichts auf die charakteristische Schwalbenschwanz-Verbindung weist dieses Instrument den tollen Martin-Sound auf, was sich positiv auf den Preis niederschlägt.

Preislich liegt die Gitarre derzeit bei ca. 2.400€.

Akustikgitarre.de Wertung

Klangbild – 95%
Spielkomfort – 98%
Verarbeitung – 100%
Preis / Leistung – 90%

Martin D 16 Adirondack/magazin

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